
Warum gibt es so viel Leid auf der Welt? Und wie kann Gott es zu lassen? Wie kann es überhaupt einen Gott geben, wenn es so viel Leid gibt? Diese sogenante "Theodizeefrage" hat seit 1710 von Gottfried Wilhelm Leibniz einen Namen bekommen. Diskutiert wird sie aber seit es Leid auf der Welt gibt - also seit es Menschen gibt. Aber viel entscheidender finde ich die Frage: Gibt es einen Gott der sich um uns kümmert? Denn wenn wir ihm egal sind, ist es doch egal dass es ihn gibt - wenn interessiert es dann? Außerdem gestehen wir uns mit der "Theodizeefrage" gleichzeitig ein, dass Gott nichts mit dem Leid zu tun hat, denn
angenommen es gäbe ihn tatsächlich nicht, ist
das Leid ja nicht aus der Welt geschaft. Woher kommt das Leid? Ohne, dass man hier jetzt schnelle oder einfache Antworten geben könnte vermute ich drei Gründe: 1. Von uns Menschen - wir sind egoistisch, ungerecht und fügen uns Leid zu. Denn wir entscheiden uns für das Leid. Und wenn wir uns darüber aufregen, dass wir das können, regen wir uns automatisch darüber auf, dass Gott uns nicht als Marionetten gemacht hat, sondern uns einen freien Willen gegeben hat. Und das war es ihm auch wert, denn nur wer einen freien Willen hat, kann Lieben, Gott, sich selbst und andere Menschen.
2. höhere Gewalt. Es gibt soviel Leid was wir nicht erklären können. Fluten, Erdbeben, Krankheit usw. Auch wenn wir nicht an allem Schuld haben, bringen wir die Schöpfung Gottes ganz schön durcheinander so wie wir sie behandeln. Das hat natürli
ch auswirkungen in diesem komplexen System (siehe Schmetterlingseffekt, Edward N. Lorenz; 1963). Darunter Leidet die Schöpfung. (Röm 8,19-22).3. von Gott. Ja, Gott läßt Leid zu. Aber nur wenn wir den Kontext der Menscheitsgeschichte kennen und sein Ziel mit uns, können wir verstehen warum er es tut. Sein Ziel ist die Gemeinschaft mit uns. Dafür hat er alles gegeben. Und dafür bewirkt er auch Dinge, die für uns zwar Leidvoll sind, aber nötig um uns zu retten.
Die Frage steht aber immer noch? Was tut Gott dagegen?
Zum einen tröstet Gott. Er ist unser Leid nicht egal. Er ist bei den traurigen (Jes 57,15) und
weint mit Menschen die weinen (Joh 11,35). Gleichzeitig läßt er uns im Leid reifen und uns tiefe Wurzel schlagen. Er trägt uns in der Zeit und ist uns besonders nah. (Spuren im Sand). Als letztes greift Gott ein. Dies hat er schon öfter getan als uns bewußt ist. Sein größter Eingriff war Jesus Christus, der als Sohn Gottes auf diese Welt gekommen ist um unser Leid auf sich zu nehmen und für uns zu sterben.Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn geopfert hat, damit alle die an ihn glauben nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben. (Joh 3,16)
An diesem Abend hab ich Gott besonders gespürt. Er hat gewirkt und als es für die Jugendlichen die Möglichkeit gab
"Nägel mit Köpfen" zu machen und in das aufgebaute Kreuz einen Nagel einzuschlagen um den Glauben an Jesus Christus als Retter zu bezeugen, waren nach der gemeinsamen Zeit des singens über 60 Nägeln eingeschlagen. Die andächtige heilige Stimmung war noch lange nach Ende des Programms im Raum zu spüren.Ich habe mich sehr über den Abend gefreut. Danke für alle die Gebetet haben - Gott hat offensichtlich reagiert.
Mehr Infos zur Woche hier.
Hier das Video der Predigt (inkl. Theater)

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